„Ayurveda für globale Gesundheit“ – So lief der Internationale Ayurveda-Kongress

Eine regelrechte „Epidemie“ sogenannter Lifestyle-Krankheiten kommt auf uns zu, befürchtet die Weltgesundheitsorganisation WHO. Diabetes, Lungenkrankheiten und sogar eine Reihe von Krebserkrankungen sind laut WHO-Bericht „die Ursache für eine weitaus größere Bedrohung der Volksgesundheit als jede andere der Menschheit bekannte Epidemie“.

Wie kann Ayurveda den Zivilisationskrankheiten der modernen Welt und der daraus folgenden Kostenexplosion im Gesundheitswesen mit wissenschaftlich verifizierten Lösungen begegnen?

Diese Fragen standen immer wieder im Mittelpunkt des Internationalen Ayurveda Kongresses am 11. und 12. April im niederländischen Roermond. Über 400 Teilnehmer aus 49 Ländern, mehr als 50 Fachreferenten, Vertreter aus Politik, Medizin und Gesellschaft, internationale Presse, eine Delegation der indischen Regierung und hochinteressante Vorträge: Ein großartiges internationales Top-Event in einmaliger Atmosphäre.

Zwei Tage lang präsentierten die Sprecher und Wissenschaftler aktuelle Forschungsergebnisse, Fallstudien, neue Untersuchungsmethoden und Erfahrungen. Es fanden Podiumsdiskussionen statt, wurden Ayurveda-Therapien und Ansätze präsentiert und besprochen, tiefe Einblicke in die uralte vedische Wissenschaft Ayurveda gegeben, die globale Perspektive des Ayurveda sowie viele andere Themen diskutiert sowie Ausbildungsstandards vorgestellt.

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Der Kongress fand unter der Schirmherrschaft von Dr. Tony Nader statt, einem international renommierten Gelehrten der Vedischen Wissenschaften und Autor der Bücher “Human Physiology: Expression of Veda and the Vedic Literature” sowie “Ramayan in Human Physiology”. Präsidenten des Kongresses waren Padma Bhushan Dr. Devendra Triguna, Präsident der größten Standesorganisation ayurvedischer Ärzte in Indien, dem “All Ayurveda Congress”, der Präsident der “International Academy of Ayurveda” in Pune, Professor Subhash Ranade, sowie der Präsident der “International Maharishi Ayurveda Foundation”, der Kardiologe Dr. Rainer Picha.

Viele angesehene Wissenschaftler waren nach Roermond gereist. Zu den internationalen Gästen zählte eine dreiköpfige Delegation des AYUSH-Ministeriums der indischen Regierung. Eine zentrale Aussage fand sich in den Beiträgen aller Redner und Delegierten wieder: Die Anwendung des vorsorgeorientierten, effizienten, zuverlässigen und geprüften Gesundheitssystems Ayurveda könne dazu beitragen, die Kostenexplosion im Gesundheitswesen umzukehren.

„Lifestyle-Krankheiten“ könne man schwer heilen, aber leicht vorbeugen, fand Professor Subhash Ranade, führender Ayurveda-Experte und Autor von 127 Büchern zum Thema. Er erläuterte:

„Kein Gesundheitssystem erkennt so früh wie der Ayurveda, wann das Gleichgewicht des Körpers ins Wanken gerät. Damit aber können wir beratend und therapeutisch eingreifen, noch lange bevor sich schwer zu behandelnde Symptome zeigen.“

Die WHO habe diesen Wert des Ayurveda inzwischen anerkannt, betonte auch Padma Bushan Vaidya Devendra Triguna. Er würdigte die Leistung Maharishi Mahesh Yogis, Yoga und Ayurveda weltweit verbreitet und mit dem Maharishi Ayurveda eine vollständige und authentische Form des Ayurveda ermöglicht zu haben.

Als Präventionsmaßnahmen wurden immer wieder die geistigen Ansätze des Ayurveda hervorgehoben, etwa Yoga in seiner Form als Bewusstseinstechnik. Bereits die ersten Werke des Ayurveda wie die Charaka-Samhita erwähnen Yoga als ganz wesentlichen Ansatzpunkt für Gesundheit, Glück und Erfüllung im Leben.

Einen großen Einfluss auf die Gesundheit kann auch die „Chronohygiene“ nehmen, also eine regelmäßige Tagesroutine unter Beachtung der natürlichen Rhythmen der Tages-, Jahres- und Lebenszeiten (insbesondere einer geregelten Schlafenszeit). Viele Untersuchungsergebnisse demonstrierten, dass allein durch Verbesserung der Chronohygiene erstaunliche Fortschritte bei der Gesundheit vieler Patienten erzielt wurden. Auch hier bestätigt also moderne Wissenschaft die alten ayurvedischen Texte. „Kala“, die Zeit, wird in den ayurvedischen Grundwerken als eine der drei Hauptkategorien von Krankheitsursachen benannt, verbunden mit detaillierten Empfehlungen für Schlafen und Essenszeiten sowie körperlicher Bewegung bzw. Sport.

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Aus Deutschland sprachen u.a. Dr. med. Ulrich Bauhofer (Ayurveda-Arzt, Bestseller-Autor und westlicher Ayurveda-Experte der ersten Stunde), Dr. Karin Pirc (Ärztliche Leiterin der Maharishi Ayurveda Privatklinik Bad Ems) und Lothar Pirc (Geschäftsführer in Bad Ems), Prof. Dr. H.P.T. Ammon (Universität Tübingen) und Dr. med. Christian Kessler (Immanuel Krankenhaus Berlin). Am Ende des erfolgreichen Kongresses wurden 15 Ayurveda-Größen aus aller Welt für ihre großartigen Erfolge und ihren Einsatz für den Ayurveda geehrt.

Der nächste Internationale Ayurveda-Kongress ist bereits für das kommende Jahr angedacht. Tagungsort wird Rio de Janeiro oder London sein.

Ergänzt wurde der Kongress durch Poster-Präsentationen sowie eine Ausstellung, bei der auch wir von Maharishi Ayurveda Products mit einem Stand zu Gast waren.

Und wie ist es Matt Huntjens ergangen, dem Gewinner bei unserer Verlosung eines All-inclusive-Kongress-Tickets? Der schwärmte, dass ihm der Internationale Ayurveda Kongress rundum gefallen habe, auch und besonders das Gala-Konzert „Best of India“ mit Spitzenmusikern.

Sind Sie neugierig geworden und möchten gern mehr wissen über Ayurveda? Auf unserer Website finden Sie viele aktuelle Tipps und Empfehlungen.

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Für die Lektüre im Urlaub oder zu Hause empfehlen wir Ihnen das Buch „Ayurveda für jeden Tag“ von dem bekannten Ayurveda-Arzt und Bestseller-Autoren Dr. med. Ernst Schrott, Gründungsmitglied und Vizepräsident der bereits 1983 gegründeten Deutschen Gesellschaft für Ayurveda, des ersten und ältesten Ärzteverbandes außerhalb Indiens.

Leicht verständlich erklärt Ihnen Dr. Schrott die Grundlagen des Ayurveda und die wichtigsten Prinzipien sowie ausgewählte Therapien für zu Hause. Mit vielen Tipps zur Selbstbehandlung und leckeren Rezepten.