Ausflug nach Süd-Goa: Hindu-Tempel und tropische Gewürzplantage

Nach der morgendlichen Yogaeinheit und einem guten Frühstück starten wir mit dem Bus zu unserer ersten Goa-Erkundungstour. Nach einstündiger Autofahrt mit unseren indischen Reiseleitern und einem deutschsprachigen Tour-guide haben wir bereits vieles über Goa, seine Kultur und seine Einwohner erfahren: Der kleinste indische Bundesstaat wurde stark geprägt durch die portugiesische Kolonialherrschaft (1510 bis 1961). Die christliche Kultur der Portugiesen und die heimische hinduistische Kultur beeinflussten sich gegenseitig. Deshalb finden sich in den Hindu-Tempeln, die wir heute besichtigen, sonst unübliche Glockentürme und Kronleuchter. Überhaupt scheint Goa bis heute einem starken westlichen Einfluss zu unterliegen. So ist die Geburtenrate in Goa, im Gegensatz zum restlichen Indien, sehr gering.

Das durchschnittliche Heiratsalter der Frauen beträgt 25, statt wie sonst in Indien 16 Jahre und auch das pro Kopf-Einkommen ist vier mal höher als im Landesdurchschnitt. Wen verwundert es da noch, dass der Lieblingssport der Goaner der Fußball ist? Angekommen am "Shri Mangesh Tempel", der dem Gott Shiva geweiht ist, erfahren wir, dass während der Inquisition um 1560 viele Hindus aus den römisch-katholischen Gebieten an der Küste ins Inland flohen und ihre zerstörten Tempel dort neu aufbauten. So erging es auch dem "Shri Mangesh Tempel".

Der Shanta Durga Tempel

Nach der Besichtigung des Shanta Durga Tempels geht die Fahrt weiter zu einer tropischen Gewürzplantage, wo wir mit Blumenketten und einem köstlichen Essen empfangen werden. Zu unserer großen Freude gibt es vor der Plantage, die eigentlich eher wie ein Dschungel anmutet, drei Elefanten und einige von uns wagen sogar einen Elefantenritt.

Gestärkt und erfrischt erwartet uns eine interessante Führung durch die Gewürzplantage, die in Mischkultur Raum für viele tropische Gewürz- und Zierpflanzen bietet. Seit vielen Generationen wird diese Plantage von Familien gepflegt, die für ihre Arbeit 1/3 der Ernte erhalten.

Wer möchte, bekommt zum Abschluss noch einen kühlen Wasserguss mit der Schöpfkelle in den Nacken - sehr erfrischend bei der Hitze. Nachdem sich alle ausreichend mit Gewürzen eingedeckt haben, geht die Fahrt zurück zum Hotel, wo uns heute noch eine Yoga-Runde mit Jadranko Miklec und ein Kamingespräch mit Dr. Raju und Dr. Schrott erwartet.

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