Frühjahrsputz in Haus und Garten - warum nicht auch für den Körper?

Mit einfachen Mitteln die innere Uhr auf die beginnende Kapha-Zeit umstellen

Wenn der Frühling vor der Tür steht, fühlen wir uns oft matt, träge oder lustlos. Wir sind müde, unkonzentriert, niedergeschlagen und der Kreislauf ist im Keller. Diese als „Frühjahrsmüdigkeit” bekannten Symptome sind nichts anderes als ein Zuviel an Kapha, das von März bis Juni dominiert. Das ayurvedische Lehrbuch „Charaka Samhita” erklärt den Einfluss des Jahreszeitenwechsels auf unser Gemüt so: „Im Frühjahr wird durch die Wärme der Sonne das im Winter angehäufte Kapha im Körper verflüssigt. Dadurch kann es zu einer Beeinträchtigung der Verdauungskraft und des Stoffwechsels kommen, woraus eine Vielzahl von Beschwerden entstehen können.”

Wetterfühlige Menschen kennen das: Die Witterungsverhältnisse spiegeln exakt die Eigenschaften des Kapha-Doshas wider: Kalt, flüssig, zäh und schwer. Obwohl die Sehnsucht nach Sonnenstrahlen und wärmeren Temperaturen groß ist, brauchen Körper und Seele jetzt Zeit, um sich auf diesen Wechsel einzustellen.

Bleiben Sie im Gleichgewicht

Um die innere Balance zu bewahren, empfehlen Ayurveda-Experten für die Übergangszeit zum Frühjahr eine Reinigungskur. Die Natur erwacht aus dem Winterschlaf – besser kann der Zeitpunkt für einen „inneren Frühjahrsputz” nicht sein. Zudem hat unser Körper nach der schweren, gehaltvollen Kost der letzten Monate eine Generalüberholung dringend nötig. Im Winter ist die Verdauung generell aktiver. Aufgrund der äußeren Kälte benötigt der Organismus mehr „Brennstoff”. Ein Grund, weshalb wir größeren Hunger verspüren und mehr Lust auf Süßes und Deftiges haben.

Werden die Tage länger und heller, sinkt das Verdauungsfeuer wieder. Schwere und fette Speisen liegen nun oft wie ein Stein im Magen. Durch die Umstellung des Stoffwechsels ist der Organismus nicht mehr in der Lage, diese optimal zu verarbeiten. Die Folge kann eine Ansammlung von Stoffwechselrückständen und Schlackenstoffen – im Ayurveda „Ama” (siehe Hinweis) genannt – sein, die die Gewebe beeinträchtigen, das innere Gleichgewicht stören und Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Unwohlsein oder Gewichtsprobleme hervorrufen können.

Ernährungsumstellung auf die leichte Art

Um typische „Frühjahrsbeschwerden” zu vermeiden, rät der Maharishi Ayurveda, in der Kapha-Zeit auf leichte, bekömmliche Ernährung umzusteigen. Bevorzugen Sie verdauungsstärkende Nahrungsmittel wie Basmati Reis, Chapatis, leichte Suppen, frische Salate als Beilage, Gemüse wie Rettich, Zucchini, Fenchel oder Blumenkohl. Reifes Obst, süße Fruchtsäfte und Getreide wie Hirse und Gerste enthalten viele wasserlösliche Substanzen, die die Entschlackung und die Ausleitung von Ama (siehe Hinweis) fördern. Bei der Verfeinerung der Speisen darf es dagegen gern etwas mehr sein. Scharfe, wärmende Gewürze wie Ingwer, Koriander, Kreuzkümmel, Gelbwurz, Pfeffer oder das Kapha-Churna wirken kapha-harmonisierend und stimulieren die Verdauung. Spezielle Nahrungsergänzungen mit ayurvedischen Kräutern liefern essentielle Nährstoffe, und unterstützen Verdauung und Entschlackung. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sowie eine Heißwassertrinkkur helfen ebenfalls, angelagerte Schlackenstoffe zu lösen (siehe Hinweis).

Aktiv in den Frühling

Regelmäßige körperliche Aktivitäten im Freien machen Spaß und wirken positiv auf das Wohlbefinden. Ob Nordic Walking, Joggen, Radfahren, Wandern oder Badminton – wichtig ist, dass Sie sich nicht verausgaben. Die ayurvedische Faustregel lautet, 50 Prozent der maximalen Belastung nicht zu überschreiten. Sobald Sie schwer atmen oder stark schwitzen, sollten Sie „einen Gang herunterschalten” oder aufhören. Kleiner Tipp: Wer sich tagsüber öfter schläfrig fühlt, sollte sich nicht hinlegen, sondern lieber einen halbstündigen, zügigen Spaziergang unternehmen. Das bringt neue Energie.

Die Haut als Spiegel

Der ständige Wechsel zwischen Kälte und trockener Heizungsluft hat Spuren hinterlassen. Kapha-balancierende Maßnahmen und viel frische Luft weiß auch Ihre Haut zu schätzen. Ihr fehlt es vielleicht an Ausstrahlung, sie fühlt sich eventuell trocken und spröde an. Mit leichter Ernährung und der richtigen Pflege lässt sie sich aber schnell wieder regenerieren. Ayurvedische Trockenmassagen und erfrischende Peelings, zum Beispiel mit Maharishi Peeling Gel, fördern die Durchblutung und entfernen abgestorbene Hautschüppchen auf sanfte Weise. Anschließend eine pflegende Maske und reichhaltige Creme auftragen – für ein gesundes, geschmeidiges Hautbild.

Übrigens: Eine Ölmassage, gefolgt von einem warmen Bad, entspannt und hilft, Toxine aus dem Körper auszuleiten. Ein gutes Buch oder ein geselliger Abend mit Freunden vertreiben Stress und bringen Entspannung für den nächsten Tag.